Geschichte

1999

Der Maschinenring Seerücken (heute MR Boden-See-Rücken, MRBSR) startet in Zusammenarbeit mit dem Thurgauer Milchproduzenten Verband (heute Thurgauer Milchproduzenten, TMP) das Projekt " Milchvermarktung Thurgau".
Die TMP ziehen sich nach einigen Zusammenkünften aus dem Projekt zurück. Der MRBSR verfolgt das Projekt weiter.

2000

Am 9. Februar 2000 wird die selbstständige Vermarktungsfirma Thur Milch Ring AG gegründet. Die Trägerschaft der Aktien ist grossmehrheitlich bei den Milchproduzenten.

Am 1. Mai 2000 erfolgt der operative Start. Die Milch wird zu diesem Zeitpunkt exklusiv an die heutige Emmi Schweiz AG verkauft.

Grosse Verdienste in der Gründungsphase gebühren Roland Werner und Peter Lagler. Roland Werner wurde bei der Gründung VR-Präsident und hält dieses Amt bis heute Inne. Peter Lagler wurde Delegierter des VR und gleichzeitig Geschäftsführer. Peter Lagler erledigt die Geschäfte zusammen mit seiner Frau Verena von zu Hause.

2002

Der grösste Ostschweizer Milchkäufer und -Verarbeiter, die damalige SDF (Swiss Dairy Food), geht ende September 2002 in die Nachlassstundung.

Viele Milchproduzenten im Verbandsgebiet der TMP stehen ohne Milchabnehmer da. Der TMP gründet infolge der Situation die IG Milch-Thurgau, die die ehemaligen Thurgauer SDF-Lieferanten aufnimmt.

2003

Anfangs Jahr finden die ersten Gespräche zur Zusammenarbeit zwischen der Thur Milch Ring AG und der IG Milch Thurgau statt. Nach einigen Sitzungen wird beschlossen, dass die IG Milch Thurgau ihre operative Tätigkeit per 1. Mai 2003 komplett zu der Thur Milch Ring AG auslagert. Alle Milchlieferanten der IG wurden von der TMR AG übernommen. Die Milch wird fortan der Emmi Schweiz AG und der heutigen Hochdorf-Gruppe verkauft. Der Milchliefervertrag der IG mit der Hochdorf-Gruppe wird übernommen. Der TMP beteiligt sich als Aktionär bei der TMR AG. Die IG Milch-Thurgau wird folglich aufgelöst. Im Frühjahr 2003 entscheidet der National- und Ständerat im Rahmen der AP 2007, dass die Milchkontingentierung per 30. April 2009 aufgelöst wird. Ab dem 1. Mai 2006 kann, unter Beachtung der Weisungen des Bundes, bereits vorzeitig aus der Milchkontingentierung ausgestiegen werden.

2004

Die Vorbereitungen für den vorzeitigen Ausstieg aus der Milchkontingentierung per 1. Mai 2006 fangen an. Es finden verschiedene Informationsveranstaltungen mit den Produzenten statt.

2005

Entscheid, dass die Thur Milch Ring AG per 1. Mai 2006 vorzeitig als PMO (Produzenten-Milchverwerter-Organisation) mit der HOCHDORF-Gruppe aus der Milchkontingentierung aussteigt. Das Reglement als PMO wird beim BLW zur Prüfung eingereicht und wird bewilligt.

2006

Die ersten Produzenten steigen aus der Milchkontigentierung aus. Diese haben die Möglichkeit sogenannte Mehrmengen zu einem tieferen Preis zu produzieren. Die zusätzlichen Mengen müssen mit einem Verarbeiter abgemacht werden. Dieser ist wiederum verpflichtet, die zusätzliche Milch im Export abzusetzen.

2007

Am 1. Januar 2007 ging die Geschäftsführung von Peter Lagler auf Urs Schwizer über. An der Hauptstrasse 98 in Ermatingen wurden neue Geschäftslokalitäten bezogen.

2008

Ab Januar werden neben Emmi Schweiz AG und der Hochdorf-Gruppe auch noch Milchabnahmeverträge mit der Züger Frischkäse AG und der Strähl Käse AG unterzeichnet. Der Milchverkauf richtet sich vermehrt auf die Ostschweizer Milchverarbeiter. An den Regionalversammlungen im Werk Sulgen der Hochdorf-Gruppe haben unsere Milchproduzenten die Möglichkeit, einen Blick in die Milchverarbeitung unseres PMO-Partners zu werfen.
Im Juli 2008 müssen wir von unserem langjährigen Geschäftsführer, Peter Lagler, Abschied nehmen.
Ab September wird neben den genannten Milchabnehmern neu ein Milchkaufvertrag mit der ELSA abgeschlossen.

2009

Seit dem 1. Mai 2009 ist die Milchkontingentierung definitiv beendet.
Die Hochdorf-Gruppe kauft wieder in der Innerschweiz direkt Milch bei den Produzenten ein.
Die Thur Milch RIng AG wird ein enger Kooperationspartner. Sie erledigt im Lohnauftrag die gesamte Milchabrechnung. Am 29. Juni wird die BO Milch gegründet. Alle namhaften Verarbeiter und Produzentenorganisationen treten bei.

2010

Ein Grossteil unserer Lieferanten ist mit der Politik des Dachverbandes SMP nicht mehr einverstanden. Es werden Unterschriften für eine Einberufung einer a.o. GV bei den TMP gesammelt. Die erforderlichen 10% der Mitglieder der TMP waren am 23. März 2010 zusammen. Der Antrag, "Der Regionalverband hat seine Mitgliedschaft beim Dachverband SMP zu kündigen", wurde deponiert. Die a.o. GV fand am 03.12.2010 im Thurgauerhof statt. Der Antrag wurde mit 35% zu 65% abgelehnt.

2011

Zusammen mit drei anderen Organisationen haben wir einen Vereinsbeschluss der BOM gerichtlich angefochten. Dieser Beschluss wollte, dass die ehemalige Kontingentsmenge mit 1 Rp./kg und die darüber hinaus gelieferte Mehrmenge mit 4 Rp./kg belastet werden. Schlussendlich bewirkte das Einschreiten der Kläger, dass nur 1 Rp./kg, während 2 Jahren ab Mai 2011, auf die Total gelieferte Milch in Abzug gebracht wurde. Die Mittel dienten zur Entlastung des Fettmarktes.

Die Butterlager waren mit über 10'000 Tonnen auf Rekordhöhe.

Der massive Zerfall des Euros im Laufe des Jahres auf nahezu 1:1 im Juli hatte eine starke Zunahme des Einkaufstourismus zur Folge. Die Exporte der Schweiz wurden in diesem Zeitraum, infolge der Währungssituation, um rund 25% teurer. Am 6. September hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Untergrenze von Fr. 1.20 pro Euro eingeführt. Dies führte zu einer Beruhigung.

2012

Im Winter/Frühling 2011/2012 war die Milchproduktion in der Schweiz sehr hoch. Dies hatte zur Folge, das im Frühling beachtliche Mengen an C-Milch auf dem Markt war, was auf die Milchpreise drückte. Wir konnten dank unseren guten Verträgen, gegenüber unseren Mitbewerbern, relativ gute Preise ausbezahlen. Im Laufe des Sommers kamen die Milchpreise erneut, aufgrund fehlender Schoggigesetzmittel bei uns und auch bei anderen Käufern, unter Druck.

Im Jahr 2011 waren die internationalen Butterpreise sehr gut. Die Lager der Butterhersteller auf Rekordhöhe. Die BOM bezahlte einen guten Ansatz aus den Mitteln der Bauern zur Entlastung, jedoch nur schleppend wurde exportiert. Ganz anders war es ab Juni 2012. Die BOM kündigte an, den Ansatz deutlich zu reduzierten. Folge davon war, dass unheimlich viel Butter im Mai 2012 noch zum guten Ansatz exportiert wurde. Wohlverstanden und das bei tiefen internationalen Exportpreisen.

2013

Die Milchproduktion lag bis Mitte Jahr deutlich unter dem Vorjahr. Nicht zuletzt die tiefen Preise, schlechtes Futter, ungünstiges Wetter und AP14-17, haben auf die Stimmung gedrückt. Ab Mitte Jahr haben die Preise und die Menge wieder suggestive angezogen und sind so bis Ende Jahr gegenüber dem Tiefstand um 10 Rp./kg gestiegen. Ebenso ist die Menge wieder auf das Vorjahrsniveau gestiegen.

Ende April läuft die ab Mai 2011 erhobene Abgabe zur Entlastung des Fettmarktes aus. Der Rohstoff Milch ist im Jahr 2013 ein gefragter Artikel. Die Nachfrage ist sehr gut. Aufgrund der kleineren Michproduktion, ist das Butterlager sehr minim (Höchststand, rund 3‘000 Tonnen) und stellt die Branche vor keinerlei Probleme.

Ab dem Frühjahr 2013 waren aufgrund nicht zu Stande kommender Branchenlösungen vermehrt firmeninterne Lösungen angegangen. Wir haben zum Beispiel mit allen andern Lieferanten mit HOCHDORF Swiss Milk AG zusammen einen Schoggigesetzfonds gegründet. Ziel des Fonds ist es, den Rohstoffpreisausgleich der 2. Stufe abzufedern um den Veredelungsverkehr zu verhindern.